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PRESSEINFORMATION:

Management Diabetischer Komplikationen

31. Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft

(Wien, am 16.4.2015) – Am 23. und 24. April 2015 findet im Congress Center Villach die Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) statt. Die Tagung dient dem Erfahrungsaustausch, namhafte österreichische und internationale Diabetes-ExpertInnen diskutieren wichtige Themen aus der Diabetologie. Der ÖDG ist es bei dieser Tagung aber auch ein Anliegen, dass sich die gesamte Gesellschaft ihrer Verantwortung bei der komplexen und folgenschweren Volkskrankheit bewusst wird, angefangen bei der Diabetesprävention bis hin zur solidarischen Versorgung der einzelnen PatientInnen – entsprechend dem ÖDG-Motto „Face Diabetes“.

Der Patient im Mittelpunkt
„Die Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft stellt traditionell den Patienten in den Mittelpunkt. Gut behandelte Menschen mit Diabetes haben deutlich weniger Komplikationen und kosten auch deutlich weniger als unzureichend Behandelte. Erreicht werden kann dies durch medizinisch und psychosozial adäquate Beratung und Schulung im Rahmen von Disease Management Programmen. Diese ganzheitlichen Therapieansätze erfordern ein optimales Zusammenspiel der niedergelassen ÄrztInnen und der nachgelagerten spezialisierten Zentren. Dafür ist es essentiell Diabetes als Herausforderung für die gesamte Gesellschaft zu begreifen und Menschen mit Diabetes ernst zu nehmen“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak von der Medizinischen Universität Graz und wissenschaftlicher Leiter der ÖDG Frühjahrstagung.

Diabetische Komplikationen im Fokus
„Wir haben die diesjährige Veranstaltung in Villach unter das Motto Management diabetischer Komplikationen gestellt, denn diese stellen für den einzelnen Patienten, für die Betreuenden im medizinischen System und auch für den gesundheitsökonomischen Aspekt dieser Erkrankung besonders große Herausforderungen dar“, so Toplak weiter.

Praxisorientierte Vorträge befassen sich mit Erkrankungen der großen Blutgefäße wie Koronare Herzkrankheit, periphere und zentrale arterielle Verschlusskrankheit (makrovaskuläre Komplikationen) und Erkrankungen der kleinen Blutgefäße wie Folgeerkrankungen der Nieren, diabetischen Augenerkrankungen und Polyneuropathie (mikrovaskulären Komplikationen).
Komplikationen der antidiabetischen Therapie, wie Fehler bei der Handhabung von Pens und Pumpen, Vergessen der notwendigen Medikation oder gar Überdosierungen werden genauso besprochen, wie bisher weniger diskutierte Komplikationen an der Haut und der Unterhaut, an der Lunge und dem Verdauungstrakt.

Auch psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Erwachsenen von der leider sehr häufigen Depression bis zu alltäglichen aber ganz speziellen Herausforderungen im beruflichen, schulischen oder privaten Leben, sind zu beachten, um Therapietreue und Selbstmanagement der Erkrankung zu ermöglichen. Moderne Ansätze in der Therapie von diabetischen Komplikationen runden den Schwerpunkt ab.

Workshops mit hohem Praxisbezug
Um das Angebot zu erweitern, hat die ÖDG diskurs- und praxisorientierte Fortbildungsformen wie Seminare und Workshops geplant, da diese mehr zur Verbesserung der Behandlung in der täglichen Praxis beitragen, als jeder Frontalvortrag. Die Workshops beschäftigen sich zum Beispiel mit dem großen Problem des diabetischen Fußsyndroms oder dem Tabuthema Diabetes und Sexualität, das oft mit Ängsten besetzt ist und große Auswirkungen auf die Beziehung und somit auf die gesamte Lebenssituation der Betroffenen hat. Prim i.R. Dr. Werner Fortunat und Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak sind die Tagungspräsidenten der 31. ÖDG Frühjahrstagung.

Diabetesfolgen: Von Kopf bis Fuß
Anhand des Programmes dieser Frühjahrstagung ist klar zu erkennen, dass Diabetes und seine möglichen Folgeerkrankungen den gesamten Menschen physisch und psychisch betreffen, aber auch sein soziales Leben beeinflussen: Bei Typ 1 Diabetes stehen die Erkrankungen der kleinen Gefäße im Vordergrund, bei Typ 2 Diabetes wissen wir, dass schon lange vor der Manifestation der Erkrankung die Schäden an den großen Gefäßen beginnen. Körperliche Folgen treten am gesamten Körper auf – von den Augen bis zum Fuß. Aber auch den psychischen Komplikationen müssen wir unsere Aufmerksamkeit widmen und den Patienten in seiner sozialen und familiären Lebenssituation begreifen“, ergänzt Toplak abschließend: „Anfangs ist es „nur“ eine Krankheit, die eine Therapie erforderlich macht, aber die Komplikationen schränken später das Leben oft massiv ein. Für den einzelnen Patienten geht es darum, seine komplexe Erkrankung anzunehmen und sich den vielfältigen Herausforderungen, die dadurch entstehen, zu stellen. Es liegt an uns und an unserem Gesundheitssystem dafür die optimalen Voraussetzungen zu schaffen.“

Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG)
Die Österreichische Diabetes Gesellschaft, die ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen Diabetes-ExpertInnen, sieht es als ihre Aufgabe, die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes mellitus zu verbessern. Sie setzt sich daher für die Anliegen der Betroffenen ein. Sie fordert und fördert die stetige Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus. Sie unterstützt die Forschung und verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse aller den Diabetes berührenden Fachgebiete sowohl zur Verbesserung der medizinischen Betreuung als auch zur bestmöglichen Vorbeugung von Neuerkrankungen. Ordentliche Mitglieder der Gesellschaft sind ÄrztInnen und wissenschaftlich einschlägig orientierte AkademikerInnen. Assoziierte Mitglieder sind DiabetesberaterInnen und DiaetologInnen.

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Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak
Bildnachweis: Foto: Moritz Wustinger

Rückfragehinweis:
Public Health PR, Mag. Michael Leitner, MAS
Tel.: 01/6020530 92, Mail: michael.leitner@publichealth.at

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