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Die gesundheitspolitischen Forderungen der ÖDG:

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft hat das Ziel, die Gesundheit von Menschen mit Diabetes mellitus und assoziierten Erkrankungen zu verbessern, sowie deren Entstehung zu verhindern.
Sie betreibt Fortbildung, Forschung und Verbreitung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Diabetes mellitus und aller verwandten Fachgebiete.
Sie fordert und fördert die stetige Verbesserung der Versorgung, der Lebensqualität, der gesellschaftlichen Partizipation und des gesunden Alterns der Betroffenen sowie von Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko.

Aus diesem Selbstverständnis resultieren die folgenden gesundheitspolitischen Forderungen:

1. Verbesserung der Betreuungsstruktur für Menschen mit Diabetes

  • Ausbau und Aktualisierung des DMP (Disease-Management-Programm) mit besonderem Augenmerk auf die Qualitätssicherung und das Schnittstellenmanagement zu übergeordneten, spezialisierten Versorgungseinrichtungen (Ebene 2 und 3). 
  • Etablierung einer qualitätsgesicherten Zusatzqualifikation „Expert*in für Diabetologie und metabolische Medizin“
  • Sicherstellung einer bundesweiten Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus durch ein möglichst flächendeckendes DMP, integrierte Diabetesversorgung, Etablierung von Expert*innen für Diabetologie und metabolische Medizin, Ausbau und strukturelle Verbesserung von Diabetesambulanzen und Diabeteszentren
  • Erhaltung von stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen mit generellem Fokus auf lebensstilmodifizierende Maßnahmen
  • Schaffen der flächendeckenden Möglichkeit zur häuslichen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes nach Diagnosestellung sowie Schulung von Betreuungspersonal im Kindergarten- und Schulalltag

2. Präventionsmaßnahmen

  • Bundesweite Strategien zur Prävention und Therapie von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter unter Einbeziehung von Schulärzt*innen
  • Aufbau eines konsequenten Diabetes-Screenings in Hochrisikopopulationen.
  • Aktualisierung der Vorsorgeuntersuchung unter Einbeziehung von evidenzbasierten, internationalen Screeningstandards

3. Medizinische Versorgung 

  • Verfügbarkeit von innovativen Therapien sowie Medizinprodukten zum Diabetesmanagement, um eine leitliniengerechte, individualisierte Therapie zu ermöglichen.
  • Österreichweiter einheitlicher, chancengleicher Zugang zu Therapien und Medizinprodukten.
  • Anerkennung von gesundheitsorientierter Lebensqualität („health related quality of life“) sowie Therapienebenwirkungen (wie z.B. Hypoglykämien) als relevante Outcomes in der Bewertung von Therapieoptionen

4. Forschungsförderung 

  • Finanzierung unabhängiger Forschungsprojekte (Grundlagen und klinischer Forschung und Versorgungsforschung) zum Wissensgewinn im Bereich des Diabetes mellitus und der assoziierten Erkrankungen.

5. Ausbildung und Nachwuchsförderung

  • Besetzung der vorgesehenen Ausbildungsstellen für Endokrinologie und Diabetologie, um die optimale Versorgung von Menschen mit Diabetes langfristig zu gewährleisten
  • Entwicklung eines modernen und attraktiven Ausbildungskonzeptes für das Fach Endokrinologie und Diabetologie
  • Ausbau von Angeboten zur Nachwuchsförderung (Winter Schools, Hospitationen, Kongressförderungen, etc.)
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